Wirbelsaeule

Ein Artikel vom Kundenmagazin „Gesund in Bochum“

Die Osteologie (von griechisch osteon = Knochen, logos = Lehre) ist die Lehre von den Knochenkrankheiten und den damit verbundenen Bewegungseinschränkungen.

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Ein Schwerpunkt darin ist die Osteoporose, an der in Deutschland zirka vier bis sechs Millionen Menschen leiden. Davon betroffen ist etwa jede dritte Frau nach den Wechseljahren und jeder zehnte Mann über 50 Jahre. Da der Mensch immer älter wird, ist mit einer weiteren Zunahme zu rechnen.

Osteoporose, umgangssprachlich als Knochenschwund bezeichnet, ist eine Erkrankung des Knochenstoffwechsels, bei der es zu einer Abnahme der Knochenmasse bei gleichzeitiger verschlechterter Knochenqualität kommt.

Prinzipiell kann jeder Knochen betroffen sein, da Osteoporose das gesamte Skelett befällt. „Bei der Osteoporose ist die Anzahl der Knochenbälkchen im Knocheninneren und deren Verknüpfung untereinander vermindert“, erklärt der Bochumer Orthopäde und Osteologe Dr. Frank Pilchner. „Auch die äußere Knochenschicht ist oft dünner als bei einem gesunden Knochen. Daraus resultiert bei einem Osteoporosepatienten ein größeres Risiko, bei Stürzen oder im Zusammenhang mit alltäglichen Tätigkeiten, wie zum Beispiel das Heben oder Tragen eines Kastens Mineralwassers, einen Knochenbruch zu erleiden.“

Es gibt Faktoren, die das Risiko einer Osteoporose erhöhen. Dazu zählen falsche Ernährung, Bewegungsmangel, Lebensalter und Geschlecht, Untergewicht, späte erste Regelblutung, frühe Menopause, Alkohol, Nikotin, Koffein, erbliche Vorbelastung, langfristige Cortisoneinnahme und Nierenerkrankungen.
Eine Knochendichtemessung gibt Aufschluss darüber, ob bereits eine Osteoporose vorliegt oder nicht. Die Knochendichtemessung sollte von einem Facharzt durchgeführt und beurteilt werden, der Erfahrung bei der Diagnosestellung von Osteoporose hat. Zur Therapie stehen dem Arzt verschiedene medikamentöse Therapiemöglichkeiten zur Verfügung, durch die das Knochenbruchrisiko wieder reduziert werden kann. Neben der medikamentösen Behandlung ist regelmäßiges Muskeltraining wichtig. Patienten mit guter Muskulatur und Koordination stürzen weniger häufig – der beste Schutz vor Knochenbrüchen.